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Von Gaziantep über Sanli Urfa nach Mardin


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Entlang der Transitstraße, die nach Syrien und in den Irak führt  Teil 2

Seit der Entdeckung von Erdöl hat Adiyaman (153 km nordöstlich von Gaziantep) der Region Wohlstand beschert. Die Seit mindestes 10.000 Jahren ist dieses Gebiet besiedelt. Hethiter, Assyrer, Phryger, Perser, Kommagenen, Römer, Byzantiner und Turkstämme haben hier bis zur Einbeziehung der Region in das Osmanische Reich 1516 geherrscht. Das archäologische Museum beherbergt u.a. Funde aus dem Unteren Euphratgebiet, die aus dem Neo- und Chalkolithikum stammen. Kelims guter Qualität in lebhaften Farben werden zu mäßigen Preisen im Basar verkauft. Zu den Baudenkmälern in der Umgebung gehören die Ruinen einer Abassiden-Burg, die von den Seldschuken restauriert wurde, und die Ulu- Moschee aus dem 14. Jh. 5 km nördlich von Adiyaman liegt Pirin (Perre), eine römische Stadt mit den Überresten einer großen Nekropole mit 208 Felsengräbern.

Der 86 km von der Provinzhauptstadt Adiyaman entfernte Nemrut Dagi (Berg) im gleichnamigen Nationalpark gilt als Achtes Weltwunder.

Auf dem 2150 m hohen Gipfelplateau des Berges ließ König Antiochus I. von Kommagene seinen Grabtumulus anlegen und ihn mit Kolossalstatuen von Tier- und Menschengöttern, sich selber und großen Reliefs umstellen. 60 km von Adiyaman entfernt lag in Eski KaIe (Nymphaios Arsemiasi) der Sommerpalast der Kommagene-Herrscher.

Hier steht das großartige Relief des Herkules, der König Mithridates die Hand reicht. Die bis heute größte griechische Inschrift wurde in Arsemia gefunden. Im Dorf Kochisar stehen die Überreste der Burg Yeni KaIe (Eski Kahta Kalesi). 55 km von Adiyaman entfernt spannt sich die immer noch ihre Funktion erfüllende römische Cendere-Brücke (2. Jh.) über den Fluss Kahta. 10 km nördlich der Brücke findet man das Heiligtum Derik Kale, eine Burg mit einem großen Tempel im inneren Burgbezirk. Der Karakus-Tepe, ein 21 m hoher Grabtumulus aus dem letzten vorchristlichen Jahrhundert mit je zwei 9 m hohen Säulen an der West- und Südseite liegt 49 km von Adiyaman entfernt. Palanli Magara, eine Höhle 4 mit prähistorischen Siedlungsspuren, liegt nördlich der Provinzhauptstadt. Sowohl Adiyaman als auch Kahta (mit guten Unterbringungs- und Campingmöglichkeiten) bilden den Ausgangspunkt für einen Besuch des Nationalparks Nemrut Dagi.

Sanli Urfa in Obermesopotamien, das biblische Ur oder Edessa, stellt stolz das reiche Vermächtnis aller Zivilisationen dar, die in dieser Region gelebt haben. Im 2.Jhd.v.Chr. herrschten hier die Hurriter. Abraham soll in der Höhle geboren worden sein, neben der heute die Mevlid Halil - Moschee steht. Die Höhle ist ein Wallfahrtsort geworden, wo sich auch Scharen von Tauben sichtlich Wohlzufühlen scheinen. Die Ruine einer Kreuzritterburg und zwei einsame korinthische Säulen auf einem Hügel überblicken die Stadt. Die prachtvolle Halil Rahman-Moscheeam Fuße des Hügels ist an einem großen Becken, in dem die 'Heiligen Karpfen' leben, gebaut worden. Die osmanische Ridvaniye- Moschee und die Firfirli-Moschee aus dem 17. Jh. letztere eine ehemalige Apostelkirche, sind einen Umweg wert. Das Museum für Archäologie und Ethnologie an neolithischen und chalkolithischen Exponaten aus der Unteren Euphratregion eines der reichsten des Landes. Um den Charakter von Sanli Urfa zu erfassen, gehen Sie bitte einmal in das überwölbte Basar-Gebäude und besuchen Sie Gümrük-Han und Barutcu-Han, die zu den berühmtesten Baudenkmälern der Stadt zählen. Der Kücük Haci Mustafa Hacikamiloglu-Konak ist restauriert worden und heute eine Kunstgalerie.

Nordwestlich und 70 km von Sanli Urfa entfernt liegt das inzwischen im Rahmen des GAP-Projektes geflutete Dorf Kantara mit Nevali Cori, einer um 7000 v.d.Zw. gebauten und einzigartige Tempelanlage mit Mosaikboden für den Mondkult, der bei Rettungsarbeiten vor der Flutung zusammen mit vielen Idolen und Skulpturen geborgen werden konnte.  weiter.... »

Foto- und Textquelle: Minsterium für Tourimus überarbeitet von Peter Kaiser

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