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Megacity Istanbul
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Von Europa nach Asien ist es nur ein Katzensprung
Gewaltige Brücken überspannen den Bosporus und verbinden Europa mit
Asien. Der prunkvolle Bahnhof von Kadiköy war der legendäre Endpunkt
der Bagdadbahn.
Gegenüber von Beyoglu liegt
Üsküdar.
Hier befindet sich ein weiteres Wahrzeichen
Istanbuls. Der Mädchenturm (Kiz kulesi). Es ist ein alter Leuchtturm
im Bosporus, in dem sich heute Restaurant und Cafe befinden. Weiter
nördlich liegt Cengelköy
ein malerischer Ausflugsort mit einem ländlichen Charme. Der
zentrale Dorfplatz mit seinen alten Platanen ist ein idealer
Treffpunkt zum Tee trinken.
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Im nahe gelegenen
Kanlica wird seit Jahrhunderten eine köstliche
Joghurtspeise produziert, die man unbedingt probieren sollte. |
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Über den Ortsteil Beykoz gelangt man leicht zu einer der vielen
Kuriositäten Istanbuls: dem „polnischen Dorf“
Polonezköy. Hier
wandte sich 1840 der polnische Staatsmann Adam Czartoryski, nach dem
gescheiterten Aufstand seines Landes gegen die Russen, an den
osmanischen Sultan. Von ihm erhielt er die Erlaubnis, zehn
polnischen Familien die Gründung des Dorfes anzusiedeln. Noch heute
wird in diesem Ortsteil polnisch gesprochen. Die Häuser passen eher
in die Karpaten als nach Anatolien. Die Siedlung wuchs und wurde zum
beliebten Tagesausflugsziel, da sie von idyllischen Wiesen und
Hügeln umgeben ist. Die Luft ist klar, die leckeren polnischen
Grillspezialitäten sind sehr beliebt.
Die Prinzeninseln: einst Verbannungsort - heute Naherholungsziel
In byzantinischer Zeit waren die Prinzeninseln im Marmarameer ein
Ort für Geächtete. Man vermutet, dass sich der Name ableitet von
Prinzen ab, die dorthin verbannt wurden. Auch sollen die verbannten
Prinzen bei den abgeschiedenen Mönchsgemeinschaften untergekommen
seien. Die Prinzeninseln besser erreichbar, als die Dampfschiffe
entstanden. Das führte auch dazu, dass sich die Istanbuler
Oberschicht dort Sommerresidenzen errichtete. Die Inseln liegen nur
ca. 60 Minuten Schifffahrt von Eminönü entfernt und sind ein
beliebtes Ausflugsziel für die Großstädter.
Von den zusammen neun kleinen Inseln sind vier bewohnt. Sie sind
autofrei und voller mediterraner Vegetation. Per Kutsche, zu Fuß
oder mit dem Fahrrad kann man sie erkunden. Imposante
Jugendstilvillen aus der vorletzten Jahrhundertwende, viele davon
unter Denkmalschutz, sind einen Blick wert. Die Fischrestaurants
bieten ständig frischen Fisch und leckere Vorspeisen. Büyüada (große
Insel) ist die größte und beliebteste Insel. Auf der Insel
Heybeli steht das
griechisch-orthodoxes Kloster Aya Triada und die Einrichtung der
türkischen Marineakademie. Auf
Kmah lebt eine
große armenische Gemeinde mit ihrer Kirche Surp Kirkor Lusavoria.
Die Insel Burgaz
wird vorwiegend von Griechen bewohnt und ist zu Fuß schon in zwei
bis drei Stunden zu umrunden.
Die grüne Lunge der Megacity Istanbul – die Belgrad-Wälder
Nördlich der Stadt auf europäischer Seite befindet sich das große
Waldgebiet Belgrat Ormani. Hier ist die Hektik Istanbuls völlig
verflogen. Nicht umsonst kommen Istanbuler gerne hierher unm sich zu
erholen. Am Waldrand in Bahceköy steht das deutsche Gasthaus des
Ehepaars Atiker. Nach den großen Portionen von Schnitzeln und
Sauerkraut ist ein Spaziergang im Wald genau das Richtige.
Der Name „Belgrad Wälder“ stammt von serbischen Ingenieuren und
Handwerkern, die von Sultan Süleyman nach der Eroberung Belgrads
dort angesiedelt wurden, um die Wasserzufuhr für Konstantinopel zu
sichern. Schon Römer und Byzantiner nutzen die Wasserquellen des
Waldes und leiteten das kühle Nass über Aquädukte in die Stadt.
Reste der antiken Anlagen sind heute noch zu bestaunen, und das
Gebiet dient immer noch als Wasserspeicher Istanbuls.
Dieser Naherholungsort in Istanbul bietet an Teichen und in
Teegärten tolle Gelegenheiten zum picknicken. Eine der
Lieblingsbeschäftigungen aller Türken.
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Fotoquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus
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