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Teil 2 »
Der Lykische Weg - wandern auf antiken Spuren
Lykien - das Land des Lichts - ist der historische Name für
die Halbinsel zwischen Fethiye und Antalya. Das gigantische
Taurus Gebirge dominiert die Küste, und die Berge scheinen
sich stellenweise direkt aus dem Meer zu erheben. Der "Lykische
Weg" ist der erste gekennzeichnete Fernwanderweg der Türkei.
Er verbindet Antalya und Fethiye.

Karte vom Lykischen Weg hier
»
Ein detaillierter Führer der "Wegbereiterin", Cate Clow, ist
auch auf Deutsch erhältlich. Die Streckenabschnitte können als
Tagesrouten, Wochen- oder 14-Tages-Programm erwandert werden,
manche Tei1e des Weges eignen sich für ein Programm zu Pferde
oder für eine Tour mit dem Mountain Bike.
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Bei der Markierung des Wanderweges - wurde das franzosische
System gewählt, was mit rot-weissen Strichen, mit
Verdoppelungen bei Richtungswechsel und insbesondere des
x-Zeichens an Abzweigungen (Signal für den "falschen Weg")
anzeigt. |
Antalya
Antalya ist das Herz der Südküste der Türkei und Ausgangs- und
Endpunkt der Wanderung durch Lykien. Antalya ist eine der
attraktivsten und saubersten Städte der Türkei, mit
schattigen, von Palmen gesäumten Boulevards und langen
Stränden im Osten und Westen. Besonders sehenswert sind die
urtümliche Altstadt (Kaleici) mit engen Gassen, restaurierten
Holzhäusern aus osmanischer Zeit und mit dem malerischen alten
Hafen.
Der Altstadtkern wird von der historischen Stadtmauer
umgrenzt, das Ehrentor für Kaiser Hadrian dient heute noch als
Eingang in die Altstadt. Am Rande der Altstadt befinden sich
die beiden Wahrzeichen der Stadt, das kannelierte (geriffelte)
Yivli Minarett aus dem 13. Jh. und der Uhrturm, einst Teil der
Stadtmauer. Vom Mirador des Karaalioglu Parks aus überblickt
man die ganze Bucht von Antalya und die Gipfel des
Taurus-Gebirges.
Das Archäologische Museum, Suna-lnan Kirac Kaleici Museum und
Atatürk Museum liefern einen umfassenden Überblick über die
Geschichte der Stadt und die Ausgrabungen der Umgebung. Einen
detaillierten Plan für eine historische Wanderung durch
Kaleici, die Altstadt von Antalya, gibt es kostenlos bei der
Antalya Promotion Stiftung ATAV.
Lesen Sie dazu
hier eine Kurzbeschreibung... »
Tahtali Dag - Beycik
Der Tahtali Berg gehört zu den westlichsten Ausläufern des
Taurus Gebirges. Er erhebt sich 2.366 Meter über das Meer. Bei
gutem Wetter hat man vom Gipfel aus einen weiten Blick auf die
Bucht von Olympos im Vordergrund und im Südosten über die
Bucht von Finike. Eine 4.350 Meter lange Seilbahn ist seit 2007 in
Betrieb. Ein Aufstieg auf den Gipfel wird nur mit einem
erfahrenen Bergführer empfohlen. Von Beycik aus, einem kleinen
Bergdorf mit vielen Sommerhäusern der Städter, hat man einen
spektakulären Ausblick auf die drei Inseln in der Bucht von
Tekirova.
Phaselis
Höchstwahrscheinlich haben Siedler aus Rhodos diese Hafenstadt
im 7. Jh.v.Chr. gegründet. Mit den drei Häfen war Phaselis
lange Zeit eine der wichtigsten Hafenstädte Lykiens.
Eine etwa 20 Meter breite Prachtstraße war das Zentrum der
Stadt. Am südlichen Ende befand sich das Hadrianstor und zu
beiden Seiten gab es Wandelgänge mit Geschäften. Auch das
Badehaus, Gymnasium und Theater liegen in der Nähe. Gut
erhalten sind auch Teile des Aquaduktes.
Olympos - Cirali
Cirali ist das Dorf in dessen Umgebung das antike Olympos
liegt ist. Diese Hafenstadt wurde im 2. Jh.v.Chr. gegründet
und war bis ins 4. Jh.n.Chr. bewohnt. Olympos liegt in einem
sehr reizvollen Tal, das über einen hellen Strand in das
türkisblaue Meer mündet.
Im Norden von Olympos erhebt sich der "Yanartas", die
"brennenden Steine". Der Sage nach bezwang hier der im
lykische Bund berühmte "Bellerophon" auf seinem geflügelten
Pferd Pegasus die Feuer speiende Chimaere.
Adrasan - Cavusköy
Die Bucht von Adrasan mit ruhigem Wasser und feinem
Sandstrand, liegt südwestlich von Olympos, nahe Cavusköy,
einem kleinen Marktstädtchen.
Finike
Ein beschaulicher Ort mit beliebtem Yachthafen und umgeben von
Orangen- und Zitronenplantagen. Die wichtigste historische
Sehenswürdigkeit in der Nahe ist die antike Stadt Limyra. Eine
neue Ausgrabung wurde 2007 in Rhadiapolis begonnen.
Myra - Demre
Demre war eine der sechs wichtigsten Städte Lykiens und
ursprünglich eine Küstenstadt. Durch die Ausschwemmungen des
Demre Flusses liegt die Stadt heute einige Kilometer
landeinwärts. Die lykischen Felsengräber, das antike Theater
und die Nikolauskirche sind Sehenswürdigkeiten, die jährlich
hunderttausende von Besuchern anziehen.
St. Nikolaus
Der Hl. Nikolaus wurde 225 n.Chr. in Patara, der Hauptstadt
Lykiens, geboren. Die Kirche wurde im 6. Jh. erbaut, die
heutige dreischiffige Basilika stammt im Kern aus dem 8.
Jahrhundert. ln der zweiten Ha1fte des 11. Jh. wurde ein
Kloster erbaut und den Mönchen die Pflege der Pilgerstätte
übertragen. Im Jahr 1087 brachen italienische Kaufleute den
Sarkophag des Heiligen St. Nikolaus auf und brachten die
Gebeine des Hl. Nikolaus nach Bari. Dennoch verlor die Kirche
nicht völlig ihre Bedeutung, sondern wurde auch später noch
von Pilgern aufgesucht. Seit 1983 findet hier in jedem Jahr am
6. Dezember das Nikolaus Symposium statt.
Theimussa - Ücagiz
Ücagiz ist ein wildromantischer Ort, direkt am Meer in einer
ausgedehnten und geschützten Bucht gelegen ist. Sarkophage
türmen sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Häuser bis ins
Meer hinein. Vermeintliche Inseln und Inselchen sind oft aus
dem Wasser ragende Teile der versunkenen antiken Stadt Kekova,
die man bei einem Bootsausflug zur Insel Kekova und zum nahe
gelegenen Simena erkunden kann.
Textquelle: ATAV - Antalya -
überarbeitet von Peter Kaiser
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