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Wald und Natur kontra Strand und Meer
– Erlebnis Natur
Die
abwechslungsreiche Natur der Türkei lässt Wanderungen zu
wahren Erlebnissen werden. Über 25% der Türkei sind bewaldet,
33% der Gesamtfläche des Landes wird landwirtschaftlich
genutzt. Die Regionen in der Türkei unterscheiden sich sehr
stark voneinander.
Am Marmarameer geht es recht hügelig zu mit vielen
Wäldern und Büschen. Östlich von der Marmararegion geht
fruchtbarer Boden in Steppe über. Das milde Klima an der
Ägäis ist sehr gut für
Landwirtschaft und Weinanbau geeignet. Hier wird intensiv
Landwirtschaft betrieben. Olivenhaine, Zypressen, Ölbäume und
Weinreben dominieren die Landschaft.
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Das Schwarze Meer hingegen hat ein
kontinentales, feuchtes Klima. Die meisten großen Wälder
der Türkei befinden sich in der Region am Schwarzen Meer.
Es gibt dort kaum einen Grünton, den man nicht auch auf
der Farbskala finden kann. |
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Der Boden dort ist sehr fruchtbar und bietet
ideale Voraussetzungen für den Anbau von Tee, Tabak, Mais und
Haselnüssen. Die Türkei ist übrigens nach Indien der
zweitgrößte Teeerzeuger.
Das Gebiet in Zentralanatolien ist zum
Großteil eine karge Steppenlandschaft, die mancherorts
wüstenähnliche Eindrücke vermittelt. Hier werden überwiegend
Produkte für die Grundnahrungsmittel und Obstplantagen
angebaut. Südostanatolien, wo die Flüsse Euphrat und
Tigris verlaufen, ist ebenso von einer recht kargen Landschaft
geprägt. Auch hier produziert man Weizen, Gerste, sowie Wein,
Oliven und Pistazien.
Das mediterrane Klima an der türkischen
Mittelmeerlüste bietet die besten Voraussetzungen für den
Anbau von Zitrusfrüchten, Avocados, Bananen, Tomaten, Erdnüsse
und Baumwolle.
In den Hochebenen der Türkei findet man wilde
Blumen und Kräuter aller Art. Die Lorbeerbäume und Büsche
wachsen wie Unkraut. Die Steppen werden von Sträuchern,
Nadelwäldern und Schwarzkiefern geprägt.
Die Flora der Türkei ist die
vielfältigste und abwechslungsreichste im Nahen Osten.
Naturparks in der Türkei gewinnen immer
mehr an Bedeutung
Viele der Gebiete
und Landstriche der Türkei wurden zwischenzeitlich zu
Naturparks erklärt. Hotels aller Art und Campingmöglichkeiten
sind fast überall ausreichend vorhanden.
Auf 33.000 Hektar
Fläche ist der Naturpark Gelibolu (Gallipoli) bei Canakkale in
Westanatolien angelegt. Er ist den Gefallenen des 1.
Weltkrieges gewidmet. Der Park erinnert und gedenkt an die
gefallenen britischen, australischen, neuseeländischen,
französischen und türkischen Soldaten.
Der Köprülü
Kanyon liegt nördlich von Antalya. Dabei handelt es sich um
eine tiefe Bergschlucht, über die eine eindrucksvolle Brücke
führt.
Insgesamt wurden bisher 23 Gebiete zu
Naturschutzgebieten erklärt. In Çığlıkara bei Antalya gibt es
400 verschiedene, teils entopische Pflanzen und monumentale
Bäume.
Der Kurşunlu-Wasserfall, ebenfalls in der
Region Antalya, beeindruckt durch eine Bilderbuchlandschaft.
Man hat hier sogar die Möglichkeit, hinter den Wasserfall zu
gehen.
Abstiege, Almauftriebe und Gipfelstürme
Besucher der Türkei erwartet ein wahres Höhlenparadies – fast
40.000 Höhlen zählt das Land, die meisten im Taurusgebirge.
Bei Güdül, nahe Ankara, wurden sie in der byzantinischen Zeit
als Kirchen genutzt, was heute noch zu erkennen ist. Die
İnsuyu-Höhle bei Burdur am Mittelmeer ist leicht zugänglich
und beherbergt neun Seen, deren Wasser Heilkräfte zugewiesen
werden.
Die meisten Dörfer am Rande der Berge haben
sich ihre folkloristischen Bräuche bewahrt. Im Frühjahr wird
das Vieh auf die bis zu 3.000 Meter hoch gelegenen Almen
getrieben, im Herbst kehren die Herden in die Dörfer zurück.
Die sattgrünen Wiesen erstrecken sich kilometerlang vor
wundervoller Bergkulisse. Klare Gebirgsbäche rauschen an
Berghütten vorbei. Für Ausländer noch ein Geheimtipp – die
Einheimischen schätzen die Almen schon lange. Viele Türken
fahren in die Berge, um im Hochsommer etwas Abkühlung zu
erfahren. Am dritten Samstag im Juli findet auf der Hochalm
von Sisdağ am Schwarzen Meer ein großes Volksfest statt. Es
ist beeindruckend, auf der 1.850 Meter hohen, weitläufigen
Ebene die traditionell gekleideten Leute zu beobachten.
Die Türkischen Berge sind nicht nur für
Klettertouren verschiedener Schwierigkeitsgrade, sondern auch
zum Bergwandern und Camping gut geeignet. Oft befinden sich am
Fuße der Berge Wälder und klare Quellen, dessen Wasser man
bedenkenlos trinken kann. Zudem ist die Bevölkerung dieser
Regionen außerordentlich gastfreundlich und hilfsbereit.
Für bergsteigerische Aktivitäten ist auch die
Gegend von Van, Bitlis und Hakkari in Ostanatolien
interessant. Hier gibt es neben dem Berg Ararat auch zwei Viertausender: Süphan (4.059
Meter) und Resko (4.168 Meter). Die Bergketten bieten mit
ihren Schluchten, Hochalmen und Gletschern einen
phantastischen Anblick. Weiter westlich erstrecken sich das
Bolkar-Gebirge und die Ala-Berge mit dem 3.726 Meter hohem
Demirkazık bei Niğde, die für professionelles Bergsteigen
besonders gut geeignet sind. |