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Wo man in
der Türkei den gewissen "Kick" findet
Aktiv im Urlaub wird immer populärer. In der Türkei gibt es
unzählige Arten sportlich aktiv zu sein und sich
Adrenalinschüben hinzugeben. Hier liegt man nicht nur am
Strand. Faszinierende Höhlen wollen entdeckt, reißende Flüsse
bewältigt, steile Felswände erklommen und malerische
Bergwelten mit dem Mountainbike erradelt werden.
In die Tiefe: Faszination Höhlen
Die Türkei hat geschätzte 40.000 Höhlen, die immer mehr für
Touristen zugänglich gemacht werden. Eindrucksvolle
Beleuchtung lässt so manche Tropfsteingebilde majestätisch aussehen und
sphärische Musik untermalt in manchen Höhlen die unterirdische
Pracht. Daneben gibt es auch viele frei zugängliche Höhlen,
die Natur belassen sind und die jedermann - ohne Eintrittsgeld
- betreten kann. Diese sind teilweise so in der Landschaft
versteckt, dass man den Eingang schon mal suchen muss. Dazu
gehört zum Beispiel die Suluin-Höhle bei Camlik an der
westlichen Schwarzmeerküste. Eine Taschenlampe sollte man auf
jeden Fall dabei haben!
Rund um den bekannten
Touristenort Alanya befinden sich viele spannende Grotten und
Höhlen. Die 30 m lange Damlatas-Höhle ist bekannt für ihre
riesigen Tropfsteine. Sie ist wegen ihrer kohlensäurehaltigen,
leicht radioaktiven Luft bei Asthmatikern sehr geschätzt.
Nur per Boot erreichbar ist die „Phosporhöhle“. Je nach
Sonneneinfall ändert sich die Farbe der Grotte – das Ergebnis
sind wundervolle, faszinierende Lichtspiele. In der Nähe gibt
es noch Höhlen mit so schillernden Namen, wie die
„Piratenhöhle“ und die romantische „Liebeshöhle“.
Die Höhle von Altinbesik (bei Akseki, Antalya) ist eine der
imposantesten. Sie beginnt mit einem 150 m langen,
unterirdischen See, an dessen Ende sich eine 45 m hohe Mauer
aus porösem Kalkgestein erhebt. Oben befindet sich ein
weiterer See. Insgesamt hat die Höhle drei Etagen, durch die
sich ein kilometerlanger Fluss schlängelt.
Bereits in prähistorischer Zeit war die Schwarze Höhle (Karain
Mağarası), 30 km von Antalya entfernt, besiedelt. Darin wurden
Knochen und Werkzeuge aus der Neandertalerzeit gefunden,
welche heute im lokalen Museum ausgestellt sind.
Durch die Taurus-Landschaft: Mountainbiking, Wandern, Reiten
Ein einzigartiges Erlebnis ist die Reise per Mountainbike
durch das Taurus-Gebirge. Es gibt viele Reiseveranstalter, die
geführte Radtouren durch die wunderschöne Landschaft im
Programm haben. Touren, die sich durch reiche Wälder, Seen,
Bäche und eiskalte Gebirgsflüsse Flüsse auszeichnen.
Zwischendurch immer wieder ursprüngliche Dörfer, antike
Stätten und malerische Hochalmen. Der meist grobkörnige
Straßenbelag ist für Mountainbiker ideal. Die meisten Touren
sind auch für weniger Geübte gut zu bewältigen.
Biker mit guter Kondition können sich dagegen Touren mit
großen Höhenunterschieden aussuchen. Besonders beliebt ist die
Strecke an der Lykischen Küste, die sich teilweise direkt und
parallel zum Lykischen Wanderweg entlang windet. Der gut 50 km
lange Fernwanderweg von Fethiye nach Antalya ist ein begehrter
Tipp unter Trekking-Urlaubern. Auf einem Zwischenstopp n
Patara, dem Geburtsort des Heiligen Nikolaus, kann man auch
Pferde mieten und die Küste hoch zu Ross erkunden.
Hoch hinaus: Freeclimbing und Bergsteigen
Ganz in der Nähe von Antalya kommen Sportkletterer auf ihre
Kosten. Die zerklüftete Bergwelt von Geyikbayiri an den
Ausläufern des Taurus bietet 300 Routen in sämtlichen
Schwierigkeitsgraden. Das malerische Hochplateau ist somit das
größte Klettergebiet des Landes. Auch das Ferienresort "Kadirs
Treehouses" in Olympos bei Kemer bieten sich professionelle
und steile Felswände zum Klimbing an. Aus festem roten und
grauen Kalk bestehen die Felsriegel, die mit
Bohrhaken versehen sind. Von der Straße aus sind die Einstiege
problemlos und schnell erreichbar.
| Ebenfalls an der türkischen Riviera liegt das attraktive
Klettergebiet Akyarlar, 25 km westlich von Antalya. Die ca. 20
Routen bieten einen wundervollen Blick über die große Bucht
von Antalya. Hier kann man Badeurlaub mit Klettern verbinden, und
quasi von den Klippen ins kühle Nass springen. |
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Für Bergsteiger ist der höchste Berg der Türkei besonders
interessant: Auf dem über 5.100m hohen Gipfel des Ararat (türkisch „Agri“) soll Noahs Arche gestrandet sein. Neben
historischen Stätten sind die riesigen Gletscher und die
vulkanischen Formationen besonders eindrucksvoll. Der
Türkische Bergsteigerverein (Dagcilik Federasyonu) hilft beim
Organisieren von Expeditionen.
Durch Stromschnellen: Rafting und Canyoning
In der Nähe von Aspendos, ca. zwei Stunden von Antalya
entfernt fließt der Köprülü Fluss aus dem Taurus und bietet
mit seinen Stromschnellen ideale Bedingungen für
sportliche Rafting-Fans. Mit etwas Mut, Paddel, einem
Neoprenanzug und Helm steigt man in ein Schlauchboot und
folgt, nach kurzer Einweisung am Land, den Anweisungen des
Bootsführers. Nach dem Ritt auf dem eiskalten Fluss wird man
in einer Forellenzucht am Flussufer in einer traumhaft schönen
Umgebung mit einem Imbiss belohnt.
Weitere Rafting-Möglichkeiten bieten sich in der gesamten
Türkei, u. a. am Coruh-Fluss in der Schwarzmeerregion bei
Artvin, wo schon Meisterschaften ausgetragen wurden. Zur
Schneeschmelze im Mai/Juni ist das Wasser besonders reißend
und schnell - das Nonplusultra für Adrenalinjunkies! Ganz in
der Nähe ist der Fluss Altiparmark, ebenfalls eine natürliche
Wasser-Achterbahn. Der Dalaman in der Ägäis, sowie der
Manavgat-Fluss beim Urlaubsziel Side sind ebenfalls beliebte
Rafting-Strecken.
Im Taurus führt der Wildbach Karpuscay durch eine teilweise
500 Meter hohe, kilometerlange Schlucht. Für Canyoning-Freunde ein
Paradies: Hier wird im Neoprenanzug geklettert, geschwommen,
gesprungen und abgeseilt – alles in wildromantischer,
ursprünglicher Natur.
Unter Wasser, auf dem Brett, durch die Luft
Die Möglichkeiten, im Türkeiurlaub aktiv zu sein, sind
vielfältig: Tauchfans sind von Turunc bei Marmaris begeistert.
In der farbenprächtigen Meereswelt trifft man u. a. auf
Delfine, Rochen und Schildkröten. Oft sieht man antike
Amphoren und Mauerreste, auch imposante Unterwasser-Höhlen
sind zu erforschen.
Windsurfer aus aller Welt zieht es zur Bucht von Alacati an
die Ägäisküste. Beständiger Wind und geringe Meerestiefe sind
ideale Bedingungen für diesen Sport. An touristischen Stränden
runden Wasserschi, Jet-Skis, Bananen-Boot oder
Gleitschirm-Flieger das Angebot ab.
Wer sich den Traum vom Fliegen erfüllen möchte, kann bei
Fethiye vom Berg Baba mit dem Gleitschirm und einem erfahrenen
Piloten in die Lüfte steigen. In der Nähe des bekannten
Strandes Ölüdeniz an der Ägäis segelt man in fast 2.000
Metern Höhe gemütlich durch die Luft.
Textquelle: Minsterium für
Tourimus überarbeitet von Peter Kaiser
Fotos: Ministerium für Tourismus, Peter Kaiser, Kadirs
Treehouses
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