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 Die großen Städte der Türkei


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Istanbul - Metropole auf zwei Kontinenten
Unzählige Fracht- und Passagierschiffe nehmen täglich Kurs auf İstanbul und stechen von dort aus wieder in See. Eine endlose Schlange von Autos zeugt von einem lebendigen Leben dieser Weltstadt. Auf sieben Hügeln gebaut verbindet die Stadt am Bosporus  Asien mit Europa. Die Stadt ist mit einer Fläche von 1.538 km2 und ca. 18 Millionen Einwohnern der wirtschaftliche Mittelpunkt des Landes.

 

Auch wenn die modernen Einkaufszentren für das Big Business stehen, mit vielen Moscheen, Kirchen, Palästen und Museen ist die Stadt auch reich an Historie, Kunst, Kultur und Geschichte aus allen Epochen.

Moscheen 
„Herrlichste aller Moscheen in İstanbul“, diesen Adelstitel trägt die Süleymaniye Moschee, die zwischen 1550 und 1557 errichtet wurde. Bunte Glasfenster tauchen den Innenraum in ein Meer aus Farben, die Gebetsnische und die Kanzel bestehen aus fein gemeißeltem Marmor. Dabei ist die Moschee weit mehr als ein Gotteshaus: Der Komplex umfasste vier Medressen (Unterrichtsstätten), eine Medizinschule, eine Armenküche, ein Obdachlosenheim, eine Karawanserei und ein Hamam.

Nach Sultan Mehmet dem Eroberer (Fatih) von İstanbul ist die Fatih Moschee benannt, in der sich zum ersten Mal 1470 Gläubige zum Gebet versammelten. Hier steht nicht nur das Mausoleum des Sultans, hier findet man auch Medressen, Badehäuser, ein Krankenhaus, eine Karawanserei und eine Bibliothek.

Sechs Minarette sind das Wahrzeichen der Sultan Ahmet Moschee, die zwischen 1609 und 1616 erbaut wurde. Und wer sie betritt erkennt sofort, warum sie auch die Blaue Moschee genannt wird: Der Innenraum ist mit Kacheln aus Iznik verkleidet, die die Moschee in der Farbe des Meeres und des Himmels strahlen lassen.

Paläste
Mit großartigen Dimensionen beeindruckt der Dolmabahçe Palast aus der Mitte des 19. Jhd. Der Palast erstreckt sich über 600 Meter am europäischen Bosporusufer und in seinem Empfangssaal, der von 56 Säulen getragen wird, staunen Besucher über einen 4,5 Tonnen schweren Kristall-Leuchter.

Als Sommerresidenz des Sultans im 19. Jhd. erbaut, stand Schloß Beylerbeyi ausländischen Würdenträgern zur Verfügung. Gebaut aus weißem Marmor, wird das Schloß von einem Magnoliengarten umgeben.

Im Topkapı Palast wurden vom 15. bis zum 16. Jahrhundert die Geschicke des Osmanischen Reiches gelenkt, heute ist er eine der Schatzkammern der Türkei. Der Palastkomplex beherbergt archäologische Museen und zeigt in der ehemaligen Palastküche Sammlungen von Kristall- und Silbergegenständen sowie chinesischem Porzellan. Wahrhaft königliche Kostbarkeiten kann der Besucher in den Audienzräumen bewundern: Sultansgewänder, Kronjuwelen und die Bibliothek Ahmets III mit Miniaturen und Handschriften von unschätzbarem Wert. Religiöse Schätze birgt der innere Hof: Im Pavillon des Heiligen Mantels werden dem Propheten Mohammed zugeschriebene Reliquien aufbewahrt, die die Osmanen nach der Übernahme des Kalifats nach Istanbul brachten.

Museen 
Die archäologischen Museen im Topkapı-Palast präsentieren reiche Sammlungen aus der Antike, darunter Exponate der Sumerer, Babylonier, Ägypter und Assyrer. Zu den herausragenden Stücken gehören sicherlich der Sarkophag Alexanders des Großen oder die Fassade des Athene-Tempels von Assos.

Was wäre eine Eine Reise nach İstanbul ohne einen Besuch in der Hagia Sophia, eine der schönsten und ältesten Basiliken aller Zeiten? Ihr Grundstein wurde im 4. Jahrhundert zur Zeit der Regierung Konstantins des Großen gelegt, unter Kaiser Justinian fanden im 6. Jhd. Restaurierungsarbeiten statt. Ihre mächtige Kuppel wölbt sich mit einem Durchmesser von 31 Metern bis zu einer Höhe von 55 Metern empor und seine wundevollen byzantinischen Mosaiken strahlen eine Erhabenheit aus, die die Besucher in ihren Bann schlägt.

Im Jahre 1524 entstand in İstanbul das größte Gebäude, das je im Osmanischen Reich für private Zwecke gebaut wurde – die Residenz für İbrahim Paşa, Großwesir und Schwiegersohn von Sultan Süleyman dem Prächtigen. Heute ist hier das Museum für türkische und islamische Kunst zuhause. Ausgestellt sind Keramiken, Koranmanuskripte, Sultanserlasse, Miniaturen, Stickereien, Holzarbeiten und die ältesten Teppiche der Welt.

Kemal Atatürk, der Begründer der türkischen Republik, wohnte auch in İstanbul. In seinem Wohnhaus wurde ein Atatürk-Museum eingerichtet, in dem seine persönlichen Besitztümer ausgestellt sind. 

Historische Bauwerke
Das UNESCO-Weltkulturerbe – auf diesen Ritterschlag für historische Gebäude darf die historische Stadtmauer zurückblicken. Auf einer Länge von 7 km erstreckt sie sich vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn. Sie wurde im 5. Jhd. unter Kaiser Theodosius errichtet.

Als eine der markantesten ihrer Art gilt die Festung Rumeli Hisarı. Ihr Bauherr war Sultan Mehmet und sie stammt aus dem Jahr 1452 – genau ein Jahr, bevor Mehmet Istanbul erobern sollte.

Den Mittelpunkt für touristische und kulturelle Aktivitäten bildet das Hippodrom vor der Blauen Moschee im heutigen Sultanahmet Quartier. Als beeindruckende Relikte vergangener Zeiten sind hier der Theodosius-Obelisk, die Schlangensäule und die Konstantinsäule erhalten.

Auf einer winzigen Insel erhebt sich ein anderes Wahrzeichen İstanbuls über den Hafen: Kız Kulesi (Mädchen Turm). Er gilt als das romantische Wahrzeichen İstanbuls und wurde im 18 Jahrhundert errichtet - an der Stelle seines Vorgängers, der dort schon seit dem 13. Jhd. stand.

Der Wasserversorgung byzantinischer und osmanischer Paläste diente das Bozdoğan (Valens) Aquädukt aus dem Jahr 368 n Chr. Noch bis heute spannen die Reste des 900 m langen Bauwerks ihre Bögen über eine viel befahrene Straße.

Mit Nachtclub, Bar und Turmrestaurant bildet der Galata Turm ein Symbiose aus Geschichte und urbanem Leben. Denn der 52 m hohe Turm bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Bosporus und ist bei Besuchern wie bei Einwohnern beliebt. Bei Tag und bei Nacht. 

Das Goldende Horn und der Bosporus
Diese Wasserstraße trennt Europa und Asien voneinander und nicht nur deshalb gehört eine Rundfahrt auf dem Bosporus zum Pflichtprogramm vieler İstanbul-Besucher. Vom Schiff aus lässt sich das eindrucksvolle Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart, von Glanz und schlichter Schönheit eindrucksvoll erleben: Alte Sommervillen aus Holz (so genannte Yalı) sind die Nachbarn moderner Hotels, Festungen, Marmorpaläste und elegante Wohnviertel erheben sich neben kleinen Fischerdörfern.

Einst hervorragender Hafen für die byzantinische und osmanische Flotte ist das Goldene Horn, ein hornförmiger Meeresarm, der das europäische İstanbul in zwei Abschnitte gliedert, heute von Grünanlagen und Spazierwegen gesäumt. Das Licht der untergehenden Sonne verleiht dem Goldenen Horn übrigens seinen Namen, denn es überzieht das Wasser mit einem goldenen Schimmer.

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