Moscheen
„Herrlichste aller Moscheen in İstanbul“, diesen
Adelstitel trägt die
Süleymaniye Moschee, die zwischen 1550 und
1557 errichtet wurde. Bunte Glasfenster tauchen den
Innenraum in ein Meer aus Farben, die Gebetsnische und die
Kanzel bestehen aus fein gemeißeltem Marmor. Dabei ist die
Moschee weit mehr als ein Gotteshaus: Der Komplex umfasste
vier Medressen (Unterrichtsstätten), eine Medizinschule,
eine Armenküche, ein Obdachlosenheim, eine Karawanserei
und ein Hamam.
Nach Sultan Mehmet dem Eroberer (Fatih) von İstanbul ist
die
Fatih Moschee benannt, in der sich zum
ersten Mal 1470 Gläubige zum Gebet versammelten. Hier
steht nicht nur das Mausoleum des Sultans, hier findet man
auch Medressen, Badehäuser, ein Krankenhaus, eine
Karawanserei und eine Bibliothek.
Sechs Minarette sind das Wahrzeichen der
Sultan Ahmet Moschee, die zwischen 1609
und 1616 erbaut wurde. Und wer sie betritt erkennt sofort,
warum sie auch die Blaue Moschee genannt wird: Der
Innenraum ist mit Kacheln aus Iznik verkleidet, die die
Moschee in der Farbe des Meeres und des Himmels strahlen
lassen.
Paläste
Mit großartigen Dimensionen beeindruckt der
Dolmabahçe Palast aus der Mitte des 19.
Jhd. Der Palast erstreckt sich über 600 Meter am
europäischen Bosporusufer und in seinem Empfangssaal, der
von 56 Säulen getragen wird, staunen Besucher über einen
4,5 Tonnen schweren Kristall-Leuchter.
Als Sommerresidenz des Sultans im 19. Jhd. erbaut, stand
Schloß Beylerbeyi ausländischen
Würdenträgern zur Verfügung. Gebaut aus weißem Marmor,
wird das Schloß von einem Magnoliengarten umgeben.
Im
Topkapı Palast wurden vom 15. bis zum 16.
Jahrhundert die Geschicke des Osmanischen Reiches gelenkt,
heute ist er eine der Schatzkammern der Türkei. Der
Palastkomplex beherbergt archäologische Museen und zeigt
in der ehemaligen Palastküche Sammlungen von Kristall- und
Silbergegenständen sowie chinesischem Porzellan. Wahrhaft
königliche Kostbarkeiten kann der Besucher in den
Audienzräumen bewundern: Sultansgewänder, Kronjuwelen und
die Bibliothek Ahmets III mit Miniaturen und Handschriften
von unschätzbarem Wert. Religiöse Schätze birgt der innere
Hof: Im Pavillon des Heiligen Mantels werden dem Propheten
Mohammed zugeschriebene Reliquien aufbewahrt, die die
Osmanen nach der Übernahme des Kalifats nach Istanbul
brachten.
Museen
Die
archäologischen Museen im Topkapı-Palast
präsentieren reiche Sammlungen aus der Antike, darunter
Exponate der Sumerer, Babylonier, Ägypter und Assyrer. Zu
den herausragenden Stücken gehören sicherlich der
Sarkophag Alexanders des Großen oder die Fassade des
Athene-Tempels von Assos.
Was wäre eine Eine Reise nach İstanbul ohne einen Besuch
in der
Hagia Sophia, eine der schönsten und
ältesten Basiliken aller Zeiten? Ihr Grundstein wurde im
4. Jahrhundert zur Zeit der Regierung Konstantins des
Großen gelegt, unter Kaiser Justinian fanden im 6. Jhd.
Restaurierungsarbeiten statt. Ihre mächtige Kuppel wölbt
sich mit einem Durchmesser von 31 Metern bis zu einer Höhe
von 55 Metern empor und seine wundevollen byzantinischen
Mosaiken strahlen eine Erhabenheit aus, die die Besucher
in ihren Bann schlägt.
Im Jahre 1524 entstand in İstanbul das größte Gebäude, das
je im Osmanischen Reich für private Zwecke gebaut wurde –
die Residenz für İbrahim Paşa, Großwesir und Schwiegersohn
von Sultan Süleyman dem Prächtigen. Heute ist hier das
Museum für türkische und islamische Kunst
zuhause. Ausgestellt sind Keramiken, Koranmanuskripte,
Sultanserlasse, Miniaturen, Stickereien, Holzarbeiten und
die ältesten Teppiche der Welt.
Kemal Atatürk, der Begründer der türkischen Republik,
wohnte auch in İstanbul. In seinem Wohnhaus wurde ein
Atatürk-Museum eingerichtet, in dem seine persönlichen
Besitztümer ausgestellt sind.
Historische Bauwerke
Das UNESCO-Weltkulturerbe – auf diesen Ritterschlag für
historische Gebäude darf die historische
Stadtmauer zurückblicken. Auf einer Länge
von 7 km erstreckt sie sich vom Marmarameer bis zum
Goldenen Horn. Sie wurde im 5. Jhd. unter Kaiser
Theodosius errichtet.
Als eine der markantesten ihrer Art gilt die Festung
Rumeli Hisarı. Ihr Bauherr war Sultan
Mehmet und sie stammt aus dem Jahr 1452 – genau ein Jahr,
bevor Mehmet Istanbul erobern sollte.
Den Mittelpunkt für touristische und kulturelle
Aktivitäten bildet das
Hippodrom vor der Blauen Moschee im
heutigen Sultanahmet Quartier. Als beeindruckende Relikte
vergangener Zeiten sind hier der Theodosius-Obelisk, die
Schlangensäule und die Konstantinsäule erhalten.
Auf einer winzigen Insel erhebt sich ein anderes
Wahrzeichen İstanbuls über den Hafen:
Kız
Kulesi (Mädchen Turm). Er gilt als das
romantische Wahrzeichen İstanbuls und wurde im 18
Jahrhundert errichtet - an der Stelle seines Vorgängers,
der dort schon seit dem 13. Jhd. stand.
Der Wasserversorgung byzantinischer und osmanischer
Paläste diente das
Bozdoğan
(Valens)
Aquädukt aus dem Jahr 368 n Chr. Noch bis
heute spannen die Reste des 900 m langen Bauwerks ihre
Bögen über eine viel befahrene Straße.
Mit Nachtclub, Bar und Turmrestaurant bildet der
Galata Turm ein Symbiose aus Geschichte
und urbanem Leben. Denn der 52 m hohe Turm bietet eine
beeindruckende Aussicht auf den Bosporus und ist bei
Besuchern wie bei Einwohnern beliebt. Bei Tag und bei
Nacht.
Das Goldende Horn und der Bosporus
Diese Wasserstraße trennt Europa und Asien voneinander und
nicht nur deshalb gehört eine Rundfahrt auf dem
Bosporus zum Pflichtprogramm vieler
İstanbul-Besucher. Vom Schiff aus lässt sich das
eindrucksvolle Nebeneinander von Vergangenheit und
Gegenwart, von Glanz und schlichter Schönheit
eindrucksvoll erleben: Alte Sommervillen aus Holz (so
genannte Yalı) sind die Nachbarn moderner Hotels,
Festungen, Marmorpaläste und elegante Wohnviertel erheben
sich neben kleinen Fischerdörfern.
Einst hervorragender Hafen für die byzantinische und
osmanische Flotte ist das
Goldene
Horn, ein hornförmiger Meeresarm, der das
europäische İstanbul in zwei Abschnitte gliedert, heute
von Grünanlagen und Spazierwegen gesäumt. Das Licht der
untergehenden Sonne verleiht dem Goldenen Horn übrigens
seinen Namen, denn es überzieht das Wasser mit einem
goldenen Schimmer.
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