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Thermalbäder und
Thermalquellen in der Türkei
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Thermalquellen in der Türkei
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Thermalquellen – Quell der Gesundheit und des Wohlgefühls
Der SPA & Wellnessmarkt wächst unaufhörlich. Das
Gesundheitsbewusstsein der Menschen steigt. Laut einer Studie der
„Forschungsgemeinschaft für Urlaub und Reisen“ kommt in den nächsten
Jahren für 17% der Befragten eine Kur im Urlaub in Frage, 16 %
möchten einen Wellness-Urlaub verbringen. Diese Urlaubsform liegt
voll im Trend
Wer seine Sinne für Körper und Geist anregen will,
der plant einen Wellnessurlaub. Im Wellness oder „Kurlaub“ kann man
so richtig den Alttag hinter sich lassen und abschalten.
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Der Stoffwechsel wird angekurbelt, das körpereigene
Immunsystem gestärkt. Stress wird abgebaut und man fühlt sich
hinterher wie neu geboren. |
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Thermalwasser – heiß und heilend
Die Türkei ist reich gesegnet mit gesund machenden Heil- und
Thermalquellen. Insgesamt sprudeln im ganzen Land rund 1.300 dieser
natürlichen und meist heißen Quellen. Das Grundwasser erwärmt sich
im Erdinneren an heißem Gestein und tritt angereichert mit
Mineralien und Spurenelementen, je nach Gebiet, warm bis heiß an die
Oberfläche. Schon in der Antike nutzten die Menschen das
Thermalwasser zur Erholung und Körperpflege. Schnell erkannten sie,
dass ein heißes Bad nicht nur entspannende, sondern auch heilende
Wirkung hat. Heute ist erwiesen, dass Thermalwasser bei vielen
Arten von Erkrankungen Linderung verschafft. Unter anderem bei
Diabetes, Leber- und gynäkologischen Krankheiten, Haut-, Herz- und
Nierenproblemen sowie rheumatischen Beschwerden.
Lesen Sie
»hier» alles über die Anwendungen und Zusammensetzungen der
verschiedenen Thermalquellen
Die Religion des Islam schreibt den Gläubigen
strenge Reinigungsvorschriften vor. Dadurch entwickelte sich auch
die Tradition des „Hamam“, des türkischen Badehauses. Hamams noch
weit verbreitet. Die Megacity Istanbul ist wohl der Spitzenreiter
mit über 100 dieser Badehäuser. Schön getrennt für Mann und Frau.
Die Gebäude sind meist von außen schlicht, doch innen erwartet den
Gast prunkvoll verzierter Marmor. Auch das Osmanische Reich hat
einigen dieser Badehäusern seinen Prunk hinterlassen.
Ein
Streifzug durch die Welt der türkischen Thermalquellen
Über 1.300 Quellen mit Temperaturen zwischen 20° und 100 °C sind
über das ganze Land verteilt. Die meisten befinden sich in der Ägäis
und in der Marmara Region im westlichen Teil der anatolischen
Halbinsel. Je nach Art der Beschwerden kann man zwischen
schwefelhaltigen Quellen, Thermalschlammbädern und traditionellen
Thermalquellen mit unterschiedlichem Mineraliengehalt wählen. Alle
öffentlichen Quellen sind vom Gesundheitsministerium freigegeben und
stehen unter ständiger Kontrolle der Gesundheitsbehörden.
Das wohl bekannteste Thermalzentrum der Türkei ist Pamukkale, Bei
Denizli im Nordwesten Anatoliens. Das große Naturwunder der weißen
Kalksinterterrassen zieht jährlich Millionen von Touristen an.
Bereits die römische Oberklasse hielt sich hier gerne auf, genoss
ihr Bad in dem mineralreichen Wasser und ließen sich die
Schönheitsschlamm-Masken wohl bekommen. Die Terrassen von
Pamukkale darf man heute nicht mehr betreten, dieses einmalige
Naturwunder sthe seiteinigen Jahren unter Schutz. Das Thermalwasser
kann man dennoch in den umliegenden Bädern und Hotels benutzen. Es
werden in der Region weitere Hotels mit großer Kapazität gebaut,
sodass Pamukkale bald nicht mehr nur noch als Tagesausflug angeboten
wird.
Nahe der Sinterterrassen liegt die alte Römerstadt Hierapolis, eine
der besterhaltenen antiken Städte überhaupt. Gleich mehrere Ruinen
von gigantischen Badehäusern, die sogar mit dem heißen Thermalwasser
eine Fußbodenheizung betrieben, versetzen dort Touristen ins Staunen
– schon bei den alten Römern stand Wellness ganz hoch im Kurs.
Wer in der Nähe von Fethiye an den Traumstränden wie Ölü Deniz
seinen Urlaub verbringt und die uralten, lykischen Steingräber
besucht, der sollte einen Ausflug zu den Sultanye Schlamm- und
Thermalbädern nicht verpassen.
In
der Nähe von Dalyan sprudelt das 40 °C warme Wasser aus der Erde
und wurde schon vor der Zeit der Byzantiner geschätzt. Touristen wie
Einheimische pilgern gern zu einem „Schlammbad“, das u.a.
rheumatische Beschwerden lindern hilft. Zudem reinigt der „schöne
Schlamm“ die Haut: Man reibt sich mit dem warmen Schlamm ein, lässt
ihn auf der Haut trocknen – ein lustiges Erlebnis für alt und jung,
das einen in die Kindheit zurück versetzt. Nach dem Trocknen wird er
abgeduscht, anschließend genießt man ein natürliches Sulfitbad.
Diese Kur soll die Haut um einige Jahre „verjüngen“!
Der Ort Balçova, 8 Kilometer von İzmir entfernt, bietet nicht nur
die Möglichkeit des Heilbadens. Man kann auch mit einer Seilbahn auf
einen Berggipfel fahren. Am Ziel angekommen trifft man auf
attraktive Freizeitanlagen in einem wunderschönem Nadelwald. So hat
sich dieser Ort zu einer der beliebtesten Thermalbad in der Türkei
entwickelt. Die norwegische Sozialversicherung schickt
kurbedürftigen Mitglieder hierher, damit sie wieder gesunden.
Ein Kleinod der besonderen Art findet der vor, der sich nach Oylat,
27 km von İnegöl auf der Landstraße zwischen Bursa und Eskişehir,
aufmacht. Der Ort befindet sich an einem Abhang in eindrucksvoller
Natur, die zu langen Spaziergängen einlädt. In einem nahen Wald
befindet sich ein Wasserfall. Wenn man hier im Hotel untergebracht
ist, muss man das Zimmer für die Thermalanwendung nicht einmal
verlassen. Das Thermalwasser fließt in einigen Hotel im eigenen Bad
24 Stunden lang am Tag. Auch in anderen türkischen Thermalzentren
werden solche Thermalwasserleitungen auf's Zimmer immer beliebter.
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