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Geheimnisse Kleinasiens
Das Gebiet Kleinasiens, der heutigen Türkei, hat so viele
verschiedene Kulturen beheimatet, wie kein anderer Landstrich.
Es
gab und gibt viele Mysterien zu erklären, einige werden wohl
für immer rätselhaft bleiben. Das gilt auch für die vor der
Jungsteinzeit um 9.500 v.Chr. errichtete Anlage bei Göbekli
Tepe in Ostanatolien. Schon damals war den Baumeistern der
Nutzen von T-Trägern bekannt.
Die T-förmigen Bausteine, welche
den Bau stabiler machen, wurden direkt aus dem Kalk
geschlagen. Tierdarstellungen zieren Mauern und Säulen. Wozu
sie erbaut wurden und von wem, das ist bis heute noch ein
ungelüftetes Geheimnis. (Fotoquelle:
wikipedia unter GNU Lizenz)
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Nachgewiesen ist, dass sich um 8.000 v.Chr.
in der heutigen Westtürkei die ersten Steinzeitkulturen.
Ab 2.500 v.Chr. wanderten die Hethiter vom Balkan nach
Anatolien ein. |
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Um
1.700 v. Chr. gründeten sie ein Großkönigreich – mit fast moderner
Rechtsprechung und weitgehender Gleichberechtigung der Frau. Die Lykier siedelten sich ab ca. 1.500 v.Chr. im Südwesten an. Ihr
Totenkult ist durch zahlreiche Sarkophage und reich verzierten
Felsgräber überliefert. Das Hethiterreich zerfiel um 1.200 v.Chr.
und es gründeten die griechischen Dorer und Ionier an der Südküste
ihre Städte. Im 7. Jh. v. Chr. ließe sich die Lyder im Nordwesten
nieder.
Dort wurden die weltweit ersten Münzen geprägt, die König Krösus
gerne ausgab. Kleinasien wurde zunächst von der Persern (546 v.Chr.),
dann von Alexander dem Großen (ab 336 v.Chr.) eingenommen, bevor ab
200 v.Chr. Römer die Südküste eroberten. 330 n. Chr. wurde Byzanz
als „Nova Roma“, später als „Konstantinopel“ die Hauptstadt Ostroms.
Ab dem Jahr 1.000 n.Chr. drangen die Seldschuken nach Kleinasien. Im
Jahre 1453 eroberten die Osmanen Konstantinopel. Seine Hoch- und
Blütezeit erlebte das Osmanische Imperium im 16. Jhd. Nach dem 1.
Weltkrieg zerfiel es und schließlich gründete Kemal Mustafa Atatürk
im Jahre 1923 die heute existente Republik Türkei.
Der Dichter Homer, der im 8. Jh. v.Chr. lebte, schrieb u. a. die
„Ilias“ und erzählte der Nachwelt vom 10 Jahre anhaltenden Krieg
zwischen Griechen und dem trojanischen Volk, das schließlich durch
die List des trojanischen Pferdes bezwungen wurde. 1871 fand der
Archäologe Schliemann in der heutigen Westtürkei die Überreste der
trojanischen Kultur. Eine Nachbildung des Pferdes steht vor der
historischen Stätte. Woher die Trojaner kamen, ist unklar.
Vielleicht waren sie Hethiter, doch neue Funde gehen davon aus, dass
sie ihren Ursprung in Anatolien hatten.
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